April 26, 2012

"Wie gehts dir?", fragst du und siehst mich nur an. Du lächelst. Schief. Ich schüttel den Kopf und sage „Ziemlich gut.“

Es ist wie immer viel passiert in der kurzen Zeit. Das meiste war sogar recht wichtig. So, wie es eigentlich immer sein sollte.

Keine Sorge, es wird noch so einige Menschen in deinem, seinem, ihrem und unserem Leben geben, wo wir hoffen, dass ihnen an dem ein‘ oder anderem Tag ein Bordstein ins Gesicht fällt. Allerdings ist die Möglichkeit sehr begrenzt und ein Hoffen schier aussichtslos. 
Aber man darf ja noch träumen dürfen.

Ich würde gerne den kurzen, seifenblasenartigen Moment auskosten, aber das wird uns verboten. Deshalb müssen wir weiter ziehen, auch wenn wir gegen den Strom kriechen müssen.

Und eines sage ich im vollsten Vertrauen und nur unter uns: Ich werde so einiges - nein - so vieles vermissen. Einige Worte und Blicke, die manche Stellen eines monotonen Alltages füllten werden verblassen und nur aufrufbar, in unseren Erinnerungen, sein.
Dazu kommt allerdings, dass ich das Meiste loslassen werde. Regelrecht abschütteln, wenn nicht, abkratzen, weil ich unendliche Dinge nicht brauche. Und endlich das zurückgeben kann, was sie verdienen.

Es ist ein Happy End mit Nachgeschmack.
Die letzten Schritte werden an die ersten erinnern. 
Und die ersten werden an die letzten erinnern.

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